Das Etikett der besonderen Art

Case Study: Weingut Kern

Das Weingut Kern in Oberderdingen im idyllischen Kraichgau verwöhnt seine Kunden gleich in mehrfacher Hinsicht: Hier wird nicht nur hervorragender Weiß- und Rotwein produziert. Zu besonderen Anlässen erhalten die Flaschen ein kunstvoll ausgearbeitetes und individuell gestaltetes Etikett – und der Lieblingswein bekommt damit eine ganz persönliche Note.

Weingut Kern

Weinkenner gelten gemeinhin als Menschen mit einem feinen Gespür für Stil. Selbstverständlich steht der Genuss des Rebensaftes für sie im Mittelpunkt, aber aufgrund ihres Faibles für Ästhetik und Harmonie muss auch das Drumherum stimmen – ein gutes Essen, angenehme Gesellschaft und ein liebevoll dekorierter Tisch. Das gilt umso mehr, wenn ein besonderer Anlass feierlich begangen werden soll. Dabei spielen auch Kleinigkeiten eine große Rolle. Dessen ist sich auch Michael Kern bewusst, der seit 1999 das schon seit Generationen im Familienbesitz befindliche Weingut Kern in Oberderdingen führt: „Der Wunsch nach etwas Ausgefallenem ist gerade bei Hochzeiten, Geburtstagen oder Konfirmation und Firmung sehr groß.“ Deshalb bietet der gelernte Techniker für Weinbau und Oenologie seinen Kunden an, die Flasche mit dem favorisierten Wein durch ein individuell gestaltetes Etikett zu verschönern. „Die Freude ist immer sehr groß, wenn das Hochzeitspaar oder das Geburtstagskind sozusagen seine ganz persönliche Weinflasche in den Händen hält“, berichtet Michael Kern.

Möglich wurde dieses Angebot durch den Einsatz eines speziell für die Produktion von Kleinserien vorgesehenen Labeldruckers. Sogar nur ein einzelnes Etikett lässt sich mit diesem erstellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob bei der Kreation Fotos, Graphiken oder Illustrationen verwendet werden sollen. „Beeindruckend sind die vielen Farbvarianten, die sich beim Bedrucken eines Labels nutzen lassen – und durch die Fotos, Firmenlogos oder Vereinswappen genauso aussehen wie das Original“, so Michael Kern. Laut Angaben des Herstellers Primera Technology sind insgesamt bis zu 16,7 Millionen Farbvarianten möglich. Als weitere Vorteile nennt der Winzer die einfache Bedienbarkeit und die Geschwindigkeit des Gerätes. Je nach Anspruch des Kunden seien innerhalb von nur fünf Minuten zwanzig Etiketten vollständig fertig. Da die Produktion vollautomatisch und ohne jeden manuellen Eingriff ablaufe, müsse er diese nicht ständig überwachen und hätte deshalb Gelegenheit, in der Zwischenzeit andere wichtige Angelegenheiten zu erledigen.

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Durchaus beachtlich ist auch das Einsparpotenzial, das sich durch die Verwendung des Labeldruckers realisieren lässt. Michael Kern: „In traditionellen Druckverfahren lassen sich Kleinauflagen oder gar Einzelstücke überhaupt nicht zu vernünftigen Kosten produzieren – insofern ist der Labeldrucker als Ergänzung zur herkömmlichen Etikettenherstellung ideal.“ Schmutz und Staub stören den Drucker übrigens in keiner Weise: Mit dem stabilen Metallrahmen und dem gehärteten Blechgehäuse besitzt das Gerät Industriequalität und trotzt der hohen Beanspruchung auf dem Weingut ohne Mühe. Das Etikettenmaterial bleibt außerdem bis zum Ausdruck im Inneren des Gehäuses und ist damit vor Verunreinigungen bestens geschützt.

Michael Kern ist froh, dass er dank des neuen Labeldruckers spezielle Wünsche seiner Kunden erfüllen kann und für Sonderfälle eine Besonderheit im Repertoire hat. „Durch die Möglichkeit, individuelle Etiketten herzustellen, habe ich gerade bei kleineren Mengen oder Sonderabfüllungen dem Wettbewerb gegenüber einen nicht zu unterschätzenden Vorteil erreicht“, sagt er. Er könne sich allerdings auch sehr gut vorstellen, dass sich drei oder vier Winzer gemeinsam einen Labeldrucker zulegen, um auf diese Weise zusätzlich zur Massenproduktion von Standardetiketten auch kleinere Stückzahlen an extravaganten Labeln produzieren und einem breiteren Publikum zur Verfügung stellen zu können.